Gedanken zu Corona

Welche Zeiten: Lock down, geschlossene Geschäfte, Kontaktsperren, mahnende Politiker – Corona heißt das Virus, dessen Ausbreitung mit diesen Maßnahmen eingedämmt werden soll.

Ich schaue mich in Ditzum um und sehe Kinder aus den unterschiedlichsten Familien, die miteinander auf der Straße spielen; Zweit- und Ferienhausbesitzer, die kommen und gehen, wie es ihnen gefällt und mit jedem der ihnen begegnet, ohne Einhaltung von Abständen Gespräche führen; Spaziergänger, die nach dem Weg fragen; höre von Personen, die mit ununterbrochener Regelmäßigkeit ihre mehrere 100kilometer-entfernten Verwandten besuchen, als wenn nichts wäre.

Auch fallen mir Menschen auf, die ihre eigene Haustür nur mit Mund-Nasenschutz öffnen, alle Termine abgesagt haben, sich nur mit Handschuhen nach draußen trauen, ihre Einkäufe von den Nachbarn erledigen lassen – die zu einer der Risikogruppen gehören und/oder einfach nur Angst haben.

Das Fernsehen liefert täglich die neuesten Daten und Fakten zur Entwicklung sowie Zahlen von belegten und freien Intensivbetten, zeigt Bilder von Intensivstationen mit beatmeten Betroffenen.

….und ich habe ein flashback: Sitze wieder auf der Intensivstation im Klinikum Leer am Bett meines Mannes, der im Herbst 2016 über 5 Wochen beatmet wurde – ich hätte den Fernsehberichten einige persönliche Erfahrungsberichte hinzuzufügen…

…und frage mich: was würde unser Herr und Gott jetzt zu alldem sagen…

und ein Satz des Apostels Paulus lässt mich nicht wieder los:  Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Gal6,2)

Amen

Ursula Fröhling-Beckert